Was gibt’s Neues?

Live-Demo: Foto schießen und am Smartphone bearbeiten.

Live-Demo vor vollem Haus: Foto schießen und am Smartphone bearbeiten.

Mannomann, wie die Zeit vergeht. Eigentlich nehme ich mir ja immer vor, regelmäßig hier Beiträge zu veröffentlichen und von meiner Arbeit zu berichten. Aber irgendwie klappt das nicht wirklich. Gut, ein Beitrag pro Jahr ist auch regelmäßig, aber ich hätte gerne eine höhere Frequenz.

Dass das bislang oft nicht funktioniert hat, liegt am typischen Alltag. Denn zum einen fordern die bekannten Aufgaben wie die Onlinezeitung Nachrichten am Ort, meine Arbeit als PR-Referent für verschiedene Unternehmen und Institutionen und auch das im Mai 2015 gestartete Technikblog bei infranken.de mit angegliederter wöchentlicher Zeitungskolumne, zum anderen arbeite ich aber auch immer an neuen Projekten und Ideen.

Eine davon sind Technik-Vorträge, von denen ich bisher zwei halten durfte. Denn: Menschen aller Altersgruppen haben Interesse an Smartphones, Tablets & Co., nur bestehen oft Berührungsängste. Kann ich da was kaputt machen? Welche Betriebssysteme gibt es überhaupt? Und wann macht ein Tablet Sinn? Solchen Fragen gehen meine Vorträge nach, über hundert Zuhörer waren schon mit dabei – das Feedback: nicht nur zufriedenstellend, sondern wirklich begeistert. Demnächst geht es weiter mit Workshops, in denen es mehr in die Tiefe gehen wird – mit weniger Teilnehmern im Seminarcharakter.

Den verfolgen auch die Workshops, die ich sehr bald (ab Juni 2016) als Weiterbildungsveranstaltung halten werde. In ihnen steht ebenfalls die Technik rund um Smartphones und Tablets im Vordergrund, erklärt werden zudem die Funktionen der Nachrichten-Apps eines großen Medienhauses.

Sie sehen: Zu tun gibt es immer was. Denn stehen bleiben darf man nie – ebensowenig, wie man das Interesse an Neuem niemals verlieren sollte.

Der Technik-Michel bloggt

Wer auf dieser Internetseite schon mal in die Rubrik „Projekte“ geschaut hat, wird schnell feststellen, dass ich mich schon seit vielen Jahren mit Technikthemen befasse. Es begann Ende der 1990er Jahre mit einer eigenen Internetseite mit Handytests, führte 2005 zu einem Praktikum beim Handyportal Xonio und zu einer Mitarbeit bei Chip Online und teltarif.de.

Kleines Fotoshooting zum Start des neuen Blogs. Foto: Matthias Hoch

Kleines Fotoshooting zum Start des neuen Blogs. Foto: Matthias Hoch

Nun folgt ein spannender weiterer Schritt: Seit März 2015 darf ich ein eigenes Technikblog bei inFranken.de führen. Momentan erscheinen nahezu täglich Artikel, die Facebook-Seite wird fleißig gepflegt und auch Videos zu spannenden Themen erscheinen bei Youtube.

Gerade jetzt am Anfang freue ich mich über jeden neuen Besucher. Schauen Sie rein, abonnieren Sie die Videos bei Youtube und werden Sie Fan bei Facebook.

Neu bei uns: One-Page – Alles auf einer Seite!

Immer mehr Menschen nutzen das Internet, bei einem stetig wachsenden Angebot an Internetseiten. Die Folge: Die Verweildauer pro Nutzer steigt, in immer kürzerer Zeit werden aber immer mehr Webseiten aufgerufen. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie sich Ihren (möglichen) Kunden übersichtlich präsentieren und diese möglichst viel in möglichst kurzer Zeit über Sie erfahren können.

Wie das geht?

Mit einer One-Page-Webseite. Sie zeigt alle wichtigen Informationen auf einer einzigen Seite an. Nur für Details muss der Besucher Klicks durchführen. Einfacher und übersichtlicher geht`s nicht!

Mit www.AllesaufeinerSeite.de demonstrieren wir, wie Internet heute geht.

Mit www.AllesaufeinerSeite.de demonstrieren wir, wie Internet heute geht.

Alle Infos zu unserem neuesten Angebot „One-Page“ finden Sie auf der extra dafür eingerichteten Seite www.AllesaufeinerSeite.de!

Sie hätten gerne ein Angebot? Dann fragen Sie uns einfach …

Apple gegen den Rest der Welt

Die Apple-Geräte müssen sich dem Vergleich mit der Konkurrenz stellen.

Die Apple-Geräte müssen sich dem Vergleich mit der Konkurrenz stellen.

In der aktuellen Ausgabe des BJV-Report, der Mitgliederzeitschrift des Bayerischen Journalistenverbandes, beschäftige ich mich im Technik-Teil mal wieder mit Smartphones. Apropos Technik: Von technischer Seite her betrachtet sind die Änderungen von Generation zu Generation heute nicht mehr so groß wie noch vor einigen Jahren. Daher müssen sich die Hersteller mehr einfallen lassen, „Mehrwert“ bieten. Ob wasserdicht, mit Bedienstift oder mit besonderen Software-Features ausgestattet – alle Geräte, die ich in der Dezember-Ausgabe des BJV-Report vorstelle, haben etwas besonderes. Verglichen habe ich sie dafür mit den Geräten von Apple: iPhone und iPad waren lange Zeit die Marktführer – aber die Konkurrenz holt auf.

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Das haben wir doch immer schon so gemacht!

Presse Petra Bork

Als lokaler Berichterstatter ist man auf Unterstützter von vielen Seiten angewiesen. Foto: Petra Bork  / pixelio.de

Kennen Sie das? Manchmal bringen einen vermeintliche Kleinigkeiten zur Weißglut. Heute war wieder einmal so ein Tag.

Eine evangelische Gemeinde in unserer Region feierte mit einem Festgottesdienst ihr 50-jähriges Kirchweihjubiläum – und für meine Onlinezeitung Nachrichten am Ort war ich selbstverständlich dabei, um einen Bericht über dieses Ereignis zu verfassen. Auf dem Programm las ich, dass eine mir bekannte Frau aus der Gemeinde die Begrüßung übernehmen würde. Ich ging auf sie zu und bat sie, in diesem Rahmen auch meine Anwesenheit zu erwähnen und auf meine Onlinezeitung hinzuweisen. Das ist für mich immer quasi unentbehrlich, da es Nachrichten am Ort erst seit einem halben Jahr in diesem Ort gibt und die Seite noch bekannter werden muss.

Was bekam ich zu hören? Wir wollen das heute knapp halten, daher werden auch keine Ehrengäste begrüßt. Und weg war sie. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Oftmals ist es schon nervig, wenn ganze Gästelitaneien verlesen werden, ein Satz: „Wir begrüßen unsere Ehrengäste und freuen uns, dass auch ein Presseberichterstatter von der Onlinezeitung Nachrichten am Ort da ist“, wäre aber sicher nicht zu viel verlangt gewesen.

Wenn‘s zum „Zahlen“ geht …

Oftmals habe ich das Gefühl, dass meine Arbeit entweder wenig geschätzt oder ihr Aufwand nicht verstanden wird. Natürlich macht mir mein Job Spaß, aber ich muss auch von ihm leben. Und hier hapert es noch ordentlich. Immer wieder bekomme ich von vielen Seiten Lob, die Leser rennen mir oft die Tür ein und sorgen für phantastische Klickzahlen. Auch von potenziellen Werbekunden, also lokalen Unternehmern, Gastronomen, Handwerkern, … höre ich ständig, wie toll es doch ist, dass nicht mehr nur die ohnehin wenig berichtende Lokalzeitung vor Ort ist, sondern auch meine Mitarbeiterin und ich von Nachrichten am Ort. Wenn ich dann aber um eine Werbeanzeige und damit um Unterstützung für die Arbeit bitte, kommt in den meisten Fällen nichts zurück. Und wenn es hart auf hart kommt, schalten viele doch wieder ihre Schwarz-weiß-Anzeige in der Zeitung, ganz nach dem Motto: Das haben wir doch immer schon so gemacht!

Ohne die teilweise langjährigen Unterstützer meiner Arbeit, allen voran eine kleine Brauerei, könnte Nachrichten am Ort nicht existieren. Denn nur nette Worte sind zwar erst einmal schön, nützen aber wenig. Und da kann mir die Arbeit noch so viel Spaß machen – wenn ich nicht von ihr leben kann …

Gott, ist das laaaangweilig!

Spannend vs. Einheitsbrei: Ericsson T68m (2001) und Samsung Galaxy S5 (2014)

Spannend vs. Einheitsbrei: Ericsson T68m (2001) und Samsung Galaxy S5 (2014)

Wer mich kennt, der weiß auch von meiner Leidenschaft für mobile Technik. Das beginnt bei Notebooks und Tablets und endet bei Handys und Smartphones. Ja, Technik hat mich immer begeistert. Momentan aber setzt eine gewisse Resignation ein.

Warum? Mein Steckenpferd ist seit 2001, als ich mir das erste in Deutschland erhältliche Handy mit vollwertigem Farbdisplay kaufe, das Ericsson T68m (damals 699 DM mit Vertrag), der Handy-Journalismus. Seitdem habe ich unzählige Handys getestet, freute mich über die ersten Smartphones, haderte mit Bedienstiften und war schnell dabei, als die Touchscreens endlich Finger-freundlich wurden. Viele Hersteller haben damals Trends verschlafen, und übrig geblieben sind aktuell zwei Lager und zwei Lägerchen: Apple und Android, Windows Phone und BlackBerry.

Kaum Mut zu Neuem, Europa außen vor

2005 absolvierte ich ein zweimonatiges Pratikum bei Chip Online (damals noch in der Unterabteilung Xonio) und schrieb fleißig Handyartikel und Testberichte. Spannend ging es damals in der Bestenliste zu: Nokia, Siemens, Motorola und Sony Ericsson lieferten sich Kämpfe um die Spitzenpositionen, aufstrebende Hersteller wie LG schossen aus dem Boden, erste Smartphones kamen auf. Die Bestenliste gibt es noch heute, ein Blick darauf zeigt aber, wie langweilig der Markt heute geworden ist: Die Plätze 1 bis 12 gehören Android-Smartphones, dann kommt ein Apple iPhone, dann bis Platz 24 wieder nur Android, wieder ein iPhone, und endlich, auf Platz 38, ein Windows Phone des Herstellers Nokia. Für BlackBerrys haben die Chip-Tester übrigens wenig übrig, das erste Gerät erscheint auf Platz 87(!).

Wieso das so ist? Weil für die heutigen Tester (und übrigens auch für die meisten Nutzer) nichts anders im Vordergrund steht als viele Apps. Die Masse macht’s. Eine funktionierende Kalenderanwendung im Store reicht nicht, es muss schon eine Auswahl geben. Ob da viel Müll dabei ist? Geschenkt! Gute Hardware, lange Haltbarkeit? Eher weniger wichtig!

Was ich mir wünsche? Einen Aufstieg von Windows Phone und BlackBerry, damit endlich nicht nur mehr zwei Betriebssysteme um die Vorherrschaft kämpfen. Und vielleicht ein paar findige Entwickler aus Europa (!), die es schaffen, den etablierten Betriebssystem-Anbietern Feuer unter dem Hintern zu machen. Denn für Datenschutz haben alle vier genannten nicht unbedingt allzu viel übrig …

Technik 2014: Mehr Platz in der Aktentasche?

Ein aktuelles Convertible von Sony. Foto: Sony.

Ein aktuelles Convertible von Sony. Foto: Sony.

Als ich 2002 mein Studium begann, war ich ein Außenseiter. Nein, nicht das. Die Kommilitionen luden mich schon zu Partys und so weiter ein. Ich meine: Digital war ich ein Außenseiter. Oder die anderen – je nach Sichtweise. Denn als einziger Germanistik-Student klappte ich schon in der ersten Vorlesung mein Notebook auf und tippte fortan fleißig mit. Verdient hatte ich es mir durch meine Zivildienst-Arbeit. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Kommilitionen kamen und mich baten, meine Mitschrift doch auszudrucken. Da hätte ich sicher ein gutes Geschäft machen können ;-).

Mit der Zeit wurde meine Tasche immer voller: Notebook, Ersatzakku (2002 und auch noch später vollkommen normal), Block (für alle Fälle), dann das erste Smartphone. Und heute, wenn ich unterwegs bin und arbeiten möchte, ist meist noch ein Tablet mit dabei. Denn für viele Aufgaben erscheint es mir unnötig, das Notebook auszupacken.

2014 wird ein gutes Jahr. Denn endlich gibt es auch bezahlbare Geräte, die beides sind: Tablet und Notebook. Sie nennen sich „Convertibles“, die echte Tastatur, zum Schreiben langer Texte unerlässlich, verbirgt sich unter dem Display. Bei manchem Hersteller wird geschoben, beim anderen geklappt oder gekippt. Drinnen steckt Hightech – schneller Prozessor, LTE, Full-HD-Display.

Und ich freue mich, dass es in meiner Tasche bald wieder ein bisschen leerer wird. Mehr über die neuen Geräte lesen Sie auch in der ersten Ausgabe des BJV-Reports, der Mitgliederzeitschrift des Bayerischen Journalistenverbandes, die im Februar erscheint.

Wo sind die „Jungen“?!?

Antrag beim Verbandstag zu einer Quote für Junge.

Antrag beim Verbandstag zu einer Quote für Junge.

Rund 300 Journalistinnen und Journalisten sitzen momentan in Hannover zusammen, um beim Verbandstag des Deutschen Journalistenverbandes Anträge zu bearbeiten, einen Vorstand zu wählen und die Weichen für die Zukunft des Journalismus zu stellen. Mit knapp über 30 bin ich (wieder einmal) einer der jüngsten Teilnehmer, aus Bayern (59 der 300 Delegierten) gar der jüngste. Da stellt sich die Frage: Wo sind die ganzen „Jungen“?

So schade es auf den ersten Blick ist: Eigentlich ist ein Journalistenverband zunächst einmal nichts anderes als jeder Verein in einem kleinen Ort, der Kaninchen züchtet, Wanderungen organisiert, Damengymnastik anbietet oder dessen Mitglieder sich zusammenfinden, um über Bücher zu diskutieren. Solche Vereine (und noch viele mehr) eint etwas mit ihm, das sich nicht mehr wegdiskutieren lässt, von Jahr zu Jahr deutlicher sichtbar: Es mangelt an Nachwuchs. Die jungen Mitglieder sind zwar im Verein, sie profitieren gerne von Leistungen (im Journalistenverband zum Beispiel eine Rechtsberatung, Seminare, … – im Tennisclub das Tennisspielen – im Sportverein das Fußball- oder Basketballspielen), kommen aber nicht zu Mitgliederversammlungen, entscheiden nicht über die Zukunft mit. Vereinsmeierei ist ihnen zu wider.

Der DJV-Verbandstag 2013 hat eine klare Struktur, die sich, redet man mit langjährigen Teilnehmern, etabliert hat: Begrüßung, Jahresberichte, eine Podiumsdiskussion (bei der das Plenum nicht mitmachen darf, das sagt schon der Name), Wahlen, Behandlung von Anträgen, … Spannend ist das meistens nicht. Fast drei Tage lang geht das so.

Wie wäre es mit einer neuen Struktur? Einem Beginn mit Vorträgen, Seminaren, Workshops (0,5 Tage bis 1 Tag), dann Berichte und Wahlen (0,5 Tage), danach Beschluss über Anträge und so weiter. Deren Anzahl müsste zudem dringend reduziert werden. Vieles wurde schon hundertfach besprochen, manches erzielt ohnehin nie eine Wirkung, ist unrealistisch. Zur neuen Struktur gehört auch: Endlich verstärkt auf moderne Medien (Stromanschluss am Arbeitsplatz!!!) und auch auf elektronische Abstimmungsgeräte setzen. Letztere lassen sich heute mieten, das langwierige Auszählen von Stimmen entfällt, es bleibt mehr Zeit für Wichtiges. Wie wäre es, wenn die Verantwortlichen einfach mal ein paar junge Journalisten befragen, was sie wirklich wollen? Und da würde mit Sicherheit kein solcher Verbandstag herauskommen, wie er eben wieder stattfindet. Nicht alles ist schlecht, aber man könnte viel besser machen.

Gescheitert ist übrigens ein Antrag des Fachausschusses Junge, das aus jedem Landesverband künftig mindestens ein Fünftel der Delegierten unter 40 Jahre alt sein soll. Er wäre eine weitere Quote (nach der Frauenquote von 30 Prozent) im Verband gewesen. Da ich Quoten nicht befürworte, habe ich ebenfalls gegen ihn gestimmt, auch wenn ich die Idee an sich sympathisch finde. Die Ablehnung schließt aber nicht aus, die jungen Journalisten, die es in den Verbänden ja gibt, endlich mehr einzubeziehen, auf Landesverbandsebene eine solche Zielvorgabe im Auge zu behalten und (siehe oben) gezielt junge Journalisten anzusprechen.

Zwischen Gutmensch und Geldverdienen

In vielen Bereichen ist der Journalismus schlicht „im Eimer“. Besonders in dem Arbeitsbereich, in dem ich angefangen habe, lässt sich immer schwieriger Geld verdienen. Die Rede ist vom Technikjournalismus. Längst haben enthusiastische Blogger die Macht übernommen, bekommen Testgeräte noch vor den offiziellen Pressevertretern und verlangen für ihre Arbeit kein Geld. Meist veröffentlichen sie Tests auf selbst gehosteten Blogs, als Video bei Youtube oder neuerdings bei tumblr. Und auch in den letzten Bastionen wie etwa den Lokalzeitungen wird es zunehmend hart, Artikel zu publizieren.

Diese Erfahrung durfte ich gerade wieder einmal machen. Der Hintergrund: Ich war auf einem Volksfest in meiner Heimatstadt zu Gast und habe da so einiges erlebt. Sicher kennen Sie das: Man erinnert sich an Dinge aus seiner Kindheit, verklärt diese und wundert sich dann, warum heute alles anders ist. So ging es mir beim Besuch des Volksfestes. Und dann kam auch noch ein geldgeiler Kellner daher und verweigerte mir mein Bier.

Also, mein Plan: Schreibe doch mal die beiden Zeitungen an, die in deiner Heimatstadt Redaktionen unterhalten. Das sind die Main Post und die Main Echo. Gesagt, getan. Von der Main Echo kam nie eine Reaktion, bei der Main Post sorgte ein Anruf für Sicherheit – der Redakteur meinte aber: Unser Themenplan ist so voll, da haben wir wahrscheinlich keinen Platz für einen Gastbeitrag. Da ich meinen Artikel aber schon verfasst hatte, schickte ich ihn dennoch ein – und prompt kam der Rückruf: Ja, als Leserbrief würden wir das gerne veröffentlichen.

Ich bin aber kein Leser, sondern Journalist, ein Kollege meines Gesprächspartners am Telefon. Aber ich wollte meinen Text unbedingt verbreitet wissen, also willigte ich ein. Der Gutmensch hat gesiegt, das Bankkonto muss einmal mehr auf eine Einzahlung warten. So ist das eben als Journalist. Schlimm nur, dass mir die Honorierung nicht von einem Verlagsgeschäftsführer, sondern von einem Kollegen verweigert wurde…

P.S.: Wer den „Leserbrief“ nachlesen möchte: Die Main Post hat ihn freundlicherweise auch online gestellt… Mittlerweile ist er aber hinter einer Paywall verschwunden. Daher der Wortlaut komplett im Folgenden…

Eine Maß bring ich euch nicht!

Ich liebe Laurenzi. Als gebürtiger Marktheidenfelder bin ich mit der „Mess“ aufgewachsen und ihr treu geblieben, auch wenn es mich schon Ende der 1990er Jahre zum Studium und zu meiner heutigen Profession als Journalist in die Bamberger Gegend verschlagen hat. Fast jedes Jahr war ich in Marktheidenfeld zu Gast, besuchte meine Verwandten im Spessart und schaute immer, dass mein Sommerbesuch in die Laurenzi-Zeit fiel. Aufgrund meiner beruflichen Verpflichtungen habe ich es in den letzten Jahren allerdings nicht mehr geschafft, im Sommer nach Marktheidenfeld zu kommen, daher war die Freude groß, 2013 wieder dabei sein zu können.

Zum ersten Mal erlebte ich am Mittwoch also die Laurenzi-Messe nicht mehr in der Stadt, sondern am Main. Und ich muss sagen: Die Aufteilung gefiel mir sehr gut. Zwar etwas eng, aber dennoch einladend waren die Marktstände am Mainkai angeordnet, der Vergnügungspark umfangreich, die Atmosphäre zünftig wie immer.

Doch die Enttäuschung folgte auf dem Fuß. Zunächst waren am „Abend des Festwirts“ im Zelt sehr viele Plätze reserviert – und obwohl die Reservierungen bereits abgelaufen waren, war oftmals niemand zu sehen. Gut, nach einer viertelstündigen Suche wurden wir (zu dritt) doch noch fündig. Die Freude hielt aber nicht lange an. Wir studierten die Karte und beschlossen, uns erst einmal eine Maß Festbier zu bestellen – denn frisch schmeckt das Bier bekanntlich am besten. Gerade suchten wir uns das Essen aus, als der Kellner auftauchte und frech meinte: „Eine Maß bring ich euch nicht. Da könnt ihr gleich wieder gehen. Heut wird Umsatz gemacht.“ Die Menschen um uns herum reckten die Köpfe, der Kellner schimpfte weiter vor sich hin, wiederholte seine Rede und zog ab. Wir waren uns sicher: Bier bekommen wir hier keines, eigentlich wollten wir aber auch gar nicht mehr.

Umsatz. Natürlich, da gebe ich mich keiner Illusion hin, auch bei Laurenzi geht es heute nur noch um den Kommerz. Wohl kaum einer wird noch fragen: Was steht eigentlich dahinter? Mir ist auch bewusst, dass die Bedienungen Umsatz machen müssen, um ihr Geld zu verdienen. Der Vorfall hat mich dennoch sehr enttäuscht, denn mit Laurenzi verbinde ich Erinnerungen, besonders aus der Kindheit: Lustige Fahrten im Autoscooter, tolle Nachmittage mit meinen Großeltern im Festzelt, super Bands und eine typische Volksfest-Atmosphäre. Wir verließen also den Platz, suchten nochmals fast eine halbe Stunde, wurden schließlich am anderen Ende des Zeltes fündig und hatten dann doch noch einen netten Kellner. Was bleibt, ist die Verärgerung, denn noch nicht einmal auf dem Oktoberfest wurde ich so abserviert…

Wie sicher ist unsere Kommunikation?

Der Messenger Threema erlaubt Datenverschlüsselung und eingeschränkten Zugriff. Foto: threema.ch

Der Messenger Threema erlaubt Verschlüsselung und eingeschränkten Zugriff. Foto: threema.ch

Oh Mann. In den letzten Wochen dürften die meisten, die sich kürzlich noch mit Sätzen wie „meine Daten sind überall verfügbar, denn sie liegen in der Cloud“ gerühmt haben, nachdenklich geworden sein. Denn: Der Staat ließ mit. Okay, ich glaube kaum, dass irgendjemand Zeit und Lust hat, meine Kommunikationsdaten dann auch auszuwerten, aber sie liegen irgendwo auf einem (oder mehreren) Servern und warten (theoretisch) nur darauf, bearbeitet zu werden. Ein ungutes Gefühl…

Wer auch seine geschäftlichen Daten in die Cloud auslagert, muss sich dieser Gefahr bewusst sein. Dass aber auch die Kommunikation auf dem Smartphone (etwa per WhatsApp oder E-Mail) nicht geheim bleibt, dass viele Dienste erst gar nicht verschlüsseln und dass die Suchmaschine Google die Suchdaten samt IP-Adresse des Nutzers für viele Monate speichert und am Ende nur teilweise anonymisiert, beunruhigt schon. Das war Anlass genug, mich im kommenden BJV-Report, dem Mitgliedermagazin des Bayerischen Journalistenverbandes, mit der Datensicherheit bei Smartphones, mit Alternativen zu den bekannten Messagingdiensten und auch mit Suchmaschinen auseinanderzusetzen.

Folgende Links sind dazu besonders interessant:

  • SRT AppGuard: Ein Programm für Android-Smartphones, das auch nachträglich einer App eingeräumte Rechte (z.B. Senden persönlicher Daten, Standortnutzung) wieder entziehen kann.
  • OsmAnd: Beste Möglichkeit, um Google Maps auf Android-Smartphones zu ersetzen. Das Datenmaterial stammt vom Open-Source-Projekt OpenStreetMap.
  • K9: E-Mail-Programm für Android-Smartphones, dass zur Datensicherheit am besten mit einem deutschen Mailprovider genutzt werden sollte.
  • Threema: Zu WhatsApp einer der besten Alternativen. Server in der Schweiz, komplette Datenverschlüsselung der Nachrichten vom Sender bis zum Empfänger. Für iOS und Android zu haben.
  • DuckDuckGoIxquick und Startpage: Suchmaschinen, die keine privaten Daten speichern und senden. Daher ist es auch nicht möglich (wie etwa bei Google), ein Nutzerkonto anzulegen. Startpage greift übrigens (anonymisiert) auf Google-Suchergebnisse zurück.
  • OwnCloud: Server im Büro oder Webspace übrig? Mit OwnCloud lässt sich eine eigene Cloud zur Datenspeicherung und -Synchronisierung betreiben, auf eigenem Speicherplatz.