Monatelang hatten wir uns auf diesen Tag vorbereitet – und wie immer war er viel zu schnell vorbei: Der FREItag, für die freiberuflichen Journalisten aus Bayern wohl einer der wichtigsten Tage des Jahres, fand im Oktober in der Microsoft-Deutschlandzentrale in München statt. Warum gerade da?

Für uns Journalisten sind gerade Digitalunternehmen interessant. Denn diese Branche ist schon von Natur aus in der Zukunft angekommen, während viele Zeitungen – die klassischen Arbeitgeber eines Journalisten – noch immer stark im Printzeitalter gefangen sind. Hinzu kommt das Arbeitsplatzkonzept des “Open Workspace”: Feste Büros, einen eigenen Schreibtisch – das haben die Mitarbeiter bei Microsoft nicht. Vielmehr können Sie sich jeden Tag einen neuen Platz suchen, am Einzelschreibtisch, in der Gruppe, in einer Lounge-Ecke – oder Zuhause, im Schwimmbad, im Café.

Denn es ist nicht vorgeschrieben, seine Arbeitszeit im Gebäude zu verbringen. Apropos Arbeitszeit: Auch die gibt es eigentlich gar nicht, vielmehr gelten Zielvorgaben, die zu erreichen sind. Wieviel Zeit dafür aufgewendet werden muss, koordiniert der Mitarbeiter selbst. Und so arbeiten die Microsoftler fast wie Freiberufler, wie Selbstständige – wie ein freier Journalist auch. Nur die Bezahlung dürfte wohl eine andere sein …


Allein schon das Foyer bei Microsoft ist beeindruckend.


Wer sich zurückziehen möchte, findet dafür gewisse Bereiche im Gebäude.

Für unseren FREItag 2018, bei dem sich viele freie Journalisten jährlich treffen, hatte sich die Fachgruppe freie Journalisten im Bayerischen Journalistenverband, in der ich stellvertretender Vorsitzender bin, in diesem Jahr mit Microsoft zusammengetan. So bekamen wir hochwertig ausgestattete Konferenzräume, ein tolles Mittagessen in der Kantine, eine Führung durchs Gebäude – und Microsoft im Gegenzug die Präsenz vieler Journalisten. Nach acht Workshops ging am späten Nachmittag ein richtig spannender Tag zu Ende. Wir haben viel gelernt – und machen uns nun auf die Suche nach einer Location für 2019 …