Der Messenger Threema erlaubt Datenverschlüsselung und eingeschränkten Zugriff. Foto: threema.ch
Der Messenger Threema erlaubt Verschlüsselung und eingeschränkten Zugriff. Foto: threema.ch

Oh Mann. In den letzten Wochen dürften die meisten, die sich kürzlich noch mit Sätzen wie “meine Daten sind überall verfügbar, denn sie liegen in der Cloud” gerühmt haben, nachdenklich geworden sein. Denn: Der Staat ließ mit. Okay, ich glaube kaum, dass irgendjemand Zeit und Lust hat, meine Kommunikationsdaten dann auch auszuwerten, aber sie liegen irgendwo auf einem (oder mehreren) Servern und warten (theoretisch) nur darauf, bearbeitet zu werden. Ein ungutes Gefühl…

Wer auch seine geschäftlichen Daten in die Cloud auslagert, muss sich dieser Gefahr bewusst sein. Dass aber auch die Kommunikation auf dem Smartphone (etwa per WhatsApp oder E-Mail) nicht geheim bleibt, dass viele Dienste erst gar nicht verschlüsseln und dass die Suchmaschine Google die Suchdaten samt IP-Adresse des Nutzers für viele Monate speichert und am Ende nur teilweise anonymisiert, beunruhigt schon. Das war Anlass genug, mich im kommenden BJV-Report, dem Mitgliedermagazin des Bayerischen Journalistenverbandes, mit der Datensicherheit bei Smartphones, mit Alternativen zu den bekannten Messagingdiensten und auch mit Suchmaschinen auseinanderzusetzen.

Folgende Links sind dazu besonders interessant:

  • SRT AppGuard: Ein Programm für Android-Smartphones, das auch nachträglich einer App eingeräumte Rechte (z.B. Senden persönlicher Daten, Standortnutzung) wieder entziehen kann.
  • OsmAnd: Beste Möglichkeit, um Google Maps auf Android-Smartphones zu ersetzen. Das Datenmaterial stammt vom Open-Source-Projekt OpenStreetMap.
  • K9: E-Mail-Programm für Android-Smartphones, dass zur Datensicherheit am besten mit einem deutschen Mailprovider genutzt werden sollte.
  • Threema: Zu WhatsApp einer der besten Alternativen. Server in der Schweiz, komplette Datenverschlüsselung der Nachrichten vom Sender bis zum Empfänger. Für iOS und Android zu haben.
  • DuckDuckGoIxquick und Startpage: Suchmaschinen, die keine privaten Daten speichern und senden. Daher ist es auch nicht möglich (wie etwa bei Google), ein Nutzerkonto anzulegen. Startpage greift übrigens (anonymisiert) auf Google-Suchergebnisse zurück.
  • OwnCloud: Server im Büro oder Webspace übrig? Mit OwnCloud lässt sich eine eigene Cloud zur Datenspeicherung und -Synchronisierung betreiben, auf eigenem Speicherplatz.